Stell dir vor, Führung ist wie ein Kompass. Du kannst dich an ihm orientieren, wenn du weißt, wo Norden ist – also wo du selbst stehst, was dich ausmacht und wohin du willst. Aber viele Führungskräfte führen eher nach Gefühl, nach Gewohnheit oder nach dem, was andere von ihnen erwarten. Das Problem: Ohne klaren Kompass verlierst du die Richtung – und dein Team auch.
Führung beginnt nicht mit Techniken oder Tools, sondern mit dir selbst. Wie führe ich? Warum führe ich so? Was ist mir wichtig – und was nicht? Welche Werte leiten mich, wenn es schwierig wird? Und wie bringe ich mein Handeln mit meiner Haltung in Einklang, ohne mich zu verbiegen?
In diesem 3-Tages-Workshop gehst du auf eine intensive Reise zu dir als Führungskraft. Du lernst verschiedene Führungsstile kennen, reflektierst dein eigenes Führungshandeln im Alltag und entwickelst eine klare, authentische Führungshaltung. Am Ende hast du nicht nur ein besseres Verständnis von Führung – sondern ein persönliches Führungsprofil, das zu dir passt und das du bewusst leben kannst.
Inhalte:
Tag 1: Führungsverständnis & Führungsstile
- Führungsbegriffe klären
Was bedeutet Führung wirklich? Unterschied zwischen Management und Leadership; Macht, Verantwortung, Einfluss – was gehört zu meiner Rolle? Erste Selbsteinschätzung: „Wie führe ich heute?"
- Klassische und moderne Führungsstile
Von Kurt Lewins Modellen (autoritär, demokratisch, Laissez-faire) über situative und transformationale Führung bis zu aktuellen Ansätzen – Überblick mit Praxisbeispielen.
- Führungsstile in Situationen anwenden
Vor- und Nachteile verschiedener Stile; Fallarbeit: Wann passt welcher Stil? Wie flexibel bin ich? Wo sind meine Automatismen?
- Selbstreflexion Führungsstil
Fragebogen, Selbstbild und Fremdbild aus der Gruppe; Auswertung: Was ist mein bevorzugter Stil, wo sind meine Stärken, wo meine blinden Flecken?
- Transfer-Check Tag 1
Individuelle Lernziele für den Workshop festlegen; persönliche Entwicklungsfrage formulieren: „An welcher Stelle möchte ich meinen Stil erweitern?"
Tag 2: Führungshandeln im Alltag
- Führungshandeln im Tagesgeschäft
Führen im Dreieck Ziel–Aufgabe–Mensch; Entscheidungen treffen, Prioritäten setzen, Rollenklarheit schaffen (Chefin, Kollegin, Coach – wann bin ich was?).
- Kommunikation als Führungsinstrument
Klarheit in Aufträgen, wirksam Feedback geben, Erwartungen formulieren; typische Kommunikationsfallen erkennen (Doppelbotschaften, versteckte Kritik).
- Führung in schwierigen Situationen
Umgang mit Widerstand, Leistungsproblemen, Konflikten; Tools wie Gesprächsleitfaden für Kritikgespräche, 4-Ohren-Modell, Deeskalationstechniken.
- Praxisübungen und Rollenspiele
Führungshandeln erlebbar machen (Mitarbeitergespräch, Delegationsgespräch, Konfliktgespräch); Feedback zu Wirkung und Stil erhalten.
- Reflexion Führungshandeln
Welche Handlungsroutinen sind hilfreich, welche möchte ich verändern? Ableitung von 1–2 konkreten Verhaltensankern bis Tag 3.
Tag 3: Führungshaltung & persönliches Führungsprofil
- Führungshaltung: Menschenbild, Werte, innere Antreiber
Wie schaue ich auf Menschen? Zusammenhang von Haltung, Stil und Handeln: „So wie ich auf Menschen schaue, so führe ich sie."
- Eigene Werte und Leitprinzipien klären
Wertearbeit, Leitbild, innere Glaubenssätze: Was ist mir unverhandelbar? Wo bin ich flexibel? Was treibt mich an – und was bremst mich?
- Führungsstil flexibel machen
Situative Anpassung (Mitarbeiterreife, Kontext, Unternehmenskultur); Balance zwischen Klarheit und Beteiligung, Nähe und Distanz.
- Persönliches Führungsprofil entwickeln
„So will ich führen" – Erarbeiten eines persönlichen Führungsleitbildes (Kurz-Statement oder „Führungsmanifest") inkl. Do's & Don'ts für das eigene Handeln.
- Transfer und Abschluss
90-Tage-Umsetzungsplan (konkrete Schritte, Unterstützer, Stoppsignale für alte Muster); Peer-Tandems oder kollegiale Beratungs-Paare verabreden; Abschlussrunde, Feedback, persönliches Commitment.
Ausblick – Der Wert für mich
Nach diesem Workshop habe ich Klarheit darüber, wer ich als Führungskraft bin – nicht nur in der Theorie, sondern in meinem Alltag. Ich kenne meine Stärken, meine blinden Flecken und die Werte, die mich leiten. Ich habe gelernt, meinen Führungsstil flexibel anzupassen, ohne mich zu verbiegen, und kann auch in schwierigen Situationen souvern und authentisch handeln.
Ich habe ein persönliches Führungsprofil entwickelt, das zu mir passt – keine Kopie von anderen, sondern meine Art zu führen. Ich weiß, wo ich stehe, wohin ich will und wie ich dorthin komme. Mein Kompass ist justiert – und ich kann ihn nutzen, um mein Team sicher und klar zu führen. Führung wird für mich nicht mehr zur Rolle, die ich spiele, sondern zur Haltung, die ich lebe.